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Montag, 6. Februar 2012

Немецкий клоун в Челябинске


Es ist zwar schon ein paar Jährchen her aber doch eine recht nette Erinnerung... 

14.09.2005 10:17 
Немецкий клоун лечит детей 
улыбками и смехом

В отделении онкогематологии челябинской детской больницы выступил настоящий клоун. Геррит Юнгханс путешествует по разным странам, устраивает представления на городских улицах. Но самое важное в его программе психологическая помощь больным детям. У Геррита свой метод лечения – с помощью улыбок и смеха.


 















На час фойе онкологического отделения превратилось в арену цирка. Главный герой спектакля – клоун Геррит Юнгханс. Он приехал из Германии принять участие в международном фестивале уличных театров. В течение трех дней он выступал на Кировке и на Алом поле, покорив челябинских зрителей.

Обязательным местом для выступления клоуна стало детское отделение больницы. Геррит считает, смех и улыбки необходимы больным детям: «Я чувствую, что это очень важно: чтобы кто-то пришел и улыбнулся им. Детей нужно лечить не только лекарствами, но и сердцем». Геррит занимается клоунадой более 20 лет, и за это время побывал в разных странах и городах. И везде с ним ездит его чемодан. Он говорит, что в нем - все его идеи. Родители говорят, что дети ждали клоуна с утра, и многие из них даже не ложились спать в сончас.

Фестиваль закончился, Геррит улетел в Германию. Но организаторы фестиваля обещают, что в следующем году клоун вновь появится на челябинском Арбате и в детских больницах.

Наталья Фют

Übersetzung:
 
Der Clown behandelt die Kinder mit einem Lächeln

In der onkologischen Abteilung des Tscheljabinsker Kinder-Krankenhauses trat kürzlich ein Clown auf. Gerrit Junghans reist durch verschiedene Länder, veranstaltet verschiedene Vorstellungen. Aber das Wichtigste in seinem Programm ist die psychologische Hilfe für die kranken Kinder. Clown Gerrit hat seine Methode der Behandlung – mit Hilfe des Lächelns.

Für eine Stunde lang hat sich das Foyer der onkologischen Abteilung in eine Zirkusarena verwandelt. Der Hauptdarsteller der Vorstellung – Clown Gerrit Junghans. Er ist aus Deutschland angekommen, um am internationalen Festival der Straßentheater teilzunehmen. Im Laufe von den drei Tagen trat er auf dem Kirowprospekt und auf dem Roten Feld auf, um die Tscheljabinsker Zuschauer zu unterhalten.

Ein obligatorischer Ort für die Aktionen des Clowns wurde auch die Kinderabteilung des Krankenhauses. Gerrit hält das Lachen und das Lächeln bei den kranken Kindern für notwendig: «Ich habe das Gefühl, daß es sehr wichtig ist: jemand ist gekommen und hat gelächelt. Kinder muß man nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit Herz behandeln.» Gerrit beschäftigt sich seit mehr 20 Jahren mit Clownerie, und war in dieser Zeit in verschiedenen Ländern und Städten. Und überall fährt mit ihm sein Koffer. Er sagt, daß sich darin alle seine Ideen befinden. Die Eltern erzählen, daß die Kinder schon seit dem Morgen auf den Clown gewartet haben, viele ihnen haben sich sogar nicht zum Mittagsschlaf gelegt, um den Clown nicht zu verpassen.

Das Festival ging zu Ende und Clown Gerrit reiste nach Deutschland zurück. Aber die Organisatoren des Festivals versprechen, daß im nächsten Jahr der Clown wieder auf Tscheljabinsker Arbat und in den Kinderkrankenhäusern erscheinen wird.

Natalia Fjut



Mittwoch, 10. November 2010

Holger Mittenzwei (1943-2010)

Tja, Holger - Du wirst uns fehlen! Ich kann mich erinnern an jene Stunden, wo wir zusammensaßen, miteinander redeten. Oft ging es um die Politik, die Dir heute mehr als je zuvor gegen den Strich ging. Nicht ohne Bitterkeit gedachten wir schönerer Zeiten, als das Leben noch in geordneteren Bahnen verlief. Und oft haben wir herzlich miteinander gelacht. Niemals sah ich Dich ohne Fliege, so hat fast jeder in der Stadt Dich gekannt - seit vielen Jahren. Denn Du warst ein Original! Mal mit dem Zeichenblock unterm Arm, mal mit Freunden im Café, mal vom Einkauf auf dem Heimweg die "Sorge" hochwärts schlendernd...

Oft erinnerten wir uns an gemeinsame Freunde. So an Hans Günnel, den Sänger am Geraer Theater, der immer elegant, leicht parfümiert erschien - der weiße Schal flatterte künstlerisch über die Schulter; oder an Eberhard Dietzsch, der als Maler und als Mensch sich (und uns) stets treu blieb, und unnachahmliche, fast sogar bizarre Bilder schuf - und dennoch ein Realist war. Das Malen war auch Deine Welt - und von Eb hast Du viel gelernt. Als Dekorateur am Konsument-Warenhaus hattest Du mit dem Malen angefangen - das war kein leichter Weg. Aber es gab nichts, was Du lieber tatest als zeichnen und malen ... abgesehen mal von einem guten Tropfen, den wir viel zu selten miteinander tranken. In memoriam, Holger. Danke, daß es Dich gab! Du warst eine Bereicherung für diese Welt!

So haben wir jetzt wenigstens die Fliege gemeinsam: ich in rot und Du in schwarz gepunktet...

Montag, 18. Oktober 2010

ERKLÄRUNG

zu meinem Eintrag im Blog http://clownerlebnisse.blogspot.com
vom 16. Dezember 2009
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ERKLÄRUNG

Heute erhielt ich von einem Anwalt der Rechtsnachfolgerin des berühmten Künstlers KARL VALENTIN eine Abmahnung wg. einer "Urheberrechtsverletzung", in welcher erstgenannter mich unter Androhung einer sehr hohen Strafe dazu aufforderte, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Aus diesem Grunde habe ich den am 16. Dezember 2009 von mir auszugsweise zitierten Text dieses hochverehrten Künstlers ersatzlos gelöscht, und ich werde auch zukünftig keinerlei Texte von Karl Valentin mehr zitieren oder erwähnen.

Clown Gerrit
Gerrit Junghans

Pößneck, den 15. 10. 2010
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Montag, 11. Januar 2010

Kinderzirkus

Mit wahrer Begeisterung führten die Kinder der Regelschule Auma im Dezember 2009 ihr eigenes Zirkusprogramm auf. Schließlich hatten sie unter fachlicher Anleitung eines richtigen Clowns eine Woche lang fleißig trainiert. Jonglage, Akrobatik, Zauberei, Linedance und eine Flohdressur gehörten ebenso zum Programm, wie ein Zirkusdirektor und natürlich die Clowns...

Hier ein Bild von der Generalprobe.
Regie: Gerrit Junghans (Clown Gerrit)

Internationales Clownsfestival

Schon seit 1999 findet mit schöner Regelmäßigkeit in Dänemark ein Internationales Clownsfestival statt, das alljährlich viele Besucher in die südfynischen Hafenstadt Svendborg anlockt. Organisiert wird es von John Newman , der selbst als Clown Jojo auftritt, und bei seiner unermüdlichen Suche nach Sponsoren hoffentlich auch in diesem Jahr wieder fündig wird. Das diesjährige Festival soll stattfinden vom 26.-30.Mai 2010...

In Svendborg hielt sich übrigens auch Bertolt Brecht in den Jahren 1933-39 als Flüchtling vor dem Nazi-Regime auf. (Brechts Haus)

Diese Bilder sind vom Festival 2002 im Svendborg Teater: Comediaschool Kopenhagen, Klovnen Bang-Bang, Pio Simonsen und Clown Gerrit.

Klovnefestivals kendes i flere byer i Europa, men det, der gør festivalen i Svendborg til noget særligt, er, at der i løbet af festivaldagene arrangeres workshops for klovnerne selv. Her underviser klovnerne hinanden, ligesom elever fra f.eks. Gøglerskoler i Århus og Købehavn møder op for at benytte lejligheden til at blive undervist af professionelle klovne. Det koncept kendes kun fra klovnefestivalen i Svendborg og i England

Anmeldungen über http://www.clownfestival.dk/

Freitag, 8. August 2008

Die Show gerettet...

Es war Sonntagabend. Vor dem Auftritt hatten wir die große Bühne am Marktplatz von Praia de Vitória noch beräumt und einen alten schwarzen Vorhang entfernt. Endlich war es 22 Uhr – schon nicht mehr ganz so heiß wie am Tage. Etwa 300-400 Besucher hatten auf den Stühlen vor der Bühne Platz genommen, einige standen. Die Internationale Clowns Show konnte beginnen. Mit viel Tempo und Charme zeigten die M-Brothers ihre Jonglage mit Bällen und Diabolos, dann kamen Clowns aus Belgien, Dänemark und England. Doch allmählich verbrauchte sich der Anfangsschwung. Drei komische Clowns schubsten auf der Bühne nur noch herum – die Show wurde schlecht. "I hate clowns" (ich hasse Clowns) - so dachte ich. Der vorletzte im Programm war ich. Nach mir kam noch ein Amerikaner mit einer musikalisch-untermalten Zirkusnummer. Doch immerhin – die Leute blieben alle auf ihren Stühlen sitzen.

Nun war ich dran - wie man so sagt - und sollte das Programm mit meiner Darbietung wenigstens ein bißchen aus dem Minus herausreißen. Allerdings hatte ich kurzfristig noch etwas geändert: meine Masken waren aus Transportgründen zu Hause geblieben. Ich kam also auf die Bühne, hatte mich – wie man das als Clown so macht – mit meiner Konzertina auf die Stuhllehne gesetzt und ein paar Töne gespielt, als aus einer Seitengasse mit lautem „Um-ta-ta“ ein Straßenorchester herangezogen kam. Der Zwischenfall erschien mir nicht ganz unwillkommen. Natürlich war an eine Fortsetzung der Vorstellung nicht mehr zu denken. Da ergriff ich kurzerhand mein „imaginäres“ Fernglas und schaute interessiert zu jener Ecke, wo die Kapelle gleich auftauchen würde. So war es dann auch. Ich winkte und hüpfte sichtbar vor Begeisterung. Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen und taten es mir nach. Einige stiegen ebenfalls auf ihre Stühle und guckten. Nun ging ich von der Bühne herunter und mußte herzlich lachen: „It rained in my Parade!“ (Es hat in meine Parade geregnet.) Sollen wir nun weitermachen oder nicht? Clown Bluey, der die Regie hatte, meinte: Unbedingt!

Das Blasorchester zog von dannen. Ich stieg also wieder hinauf auf die Bühne und setzte mich auf meinen Stuhl. Da geschah es: Ich hob ich den Finger an den Mund und – plötzlich war, wie durch einen Zauber, Ruhe auf dem Markt. Nun konnte ich mit neuem Schwung mein Programm ungestört zu Ende bringen. Ich bekam den meisten Applaus, und hinter der Bühne fielen die Kollegen mir begeistert um den Hals und gratulierten mir. Die Show war gerettet! (6. August 2008)

Mittwoch, 9. August 2006

Erneut in Rußland..

Für mich ist es immer wieder erstaunlich, mit welchem Engagement und mit welcher hohen Professionalität die russischen Kollegen arbeiten. Das 2.Internationale Theaterfestival "Sny Ulic" (Träume der Straße), welches Ende Juli 2006 stattfand, hatte erneut verschiedene Theatergruppen eingeladen. So z.B. aus Bijsk im Altaigebiet (das liegt etwa 1.000 km von der chinesischen Grenze entfernt) kam die Gruppe "Kukly Welikany" ( www.kuklyvelikany.ru ) - "Riesenpuppen", aus Polen kam das Theater "Reisebüro", aus Tjumen das Theater "Mimikrija" und dazu ich - diesmal in Begleitung von Clown Helmi.

Wenn man bedenkt, daß in Deutschland ein freiberuflicher Künstler zumeist 80% seiner Zeit damit verbringt, sich selbst gut zu vermarkten, dann ist das schon wohl eine Herausforderung, wenn man gleichzeitig auch noch Spitzenleistungen zu vollbringen hat. Die russischen Clowns waren von jeher in einer priviligierteren Lage. Sie wurden (wie auch die Artisten) seit Lenins Dekret im Jahre 1919 systematisch gefördert, mit Ausbildung, Wohnung und sozialen Leistungen unterstützt und somit den Theaterschauspielern gleichgestellt, was zu einer enormen Entwicklung der russischen Zirkus-und Estradenkunst führte. Allein bis 1978 gab es in der früheren Sowjetunion 61 feste Zirkusgebäude, 15 große Zeltzirkusse und Hunderte freier Ensemble. Der Zirkus hatte Tradition, und man merkt das noch heute.

In Tjumen, der sibirischen Gebietshauptstadt, entstand neben dem neuerbauten Zirkuspalast auch ein Denkmal für die vier berühmtesten Clowns des 20.Jahrhunderts - Karandasch, Nikulin, Jengibarow und Popow. Der letztere dürfte wohl auch den meisten Westeuropäern bekannt sein. Sie alle hatten ein Millionenpublikum!

Doch auch heute gibt es noch berühmte Clowns. Ich würde unbedingt den weltbekannten Clown Slawa Polunin hinzuzählen. Ich habe ihn 1983 in Leningrad mit seinem Ensemble "Lizedej" kennengelernt. Das Stück "Leben der Insekten" hat mich schon damals ungeheuer fasziniert. Seine "Snow-Show" wurde übrigens auch in Deutschland beim Tollwood-Festival begeistert gefeiert. Allerdings hat sich das Profil der Clownerie bis heute sehr verändert. Clowns gibt es heute in vielen Bereichen - bei Firmenfeiern, im Krankenhaus, in der Kirche, im Konzertsaal. Und bei all dem vorherrschenden "Comedy"-Quatsch sind gute Clownsreprisen beinahe zur Seltenheit geworden. Das Schöne an der russischen Clownerie ist, sie hat satirischen Witz, eine hintergründige Symbolik - und ist darüber hinaus oft noch zauberhaft poetisch!

(Foto: Clown Gerrit vor dem Lenindenkmal in Tjumen)

Samstag, 15. Juli 2006

Sibirien ist schön...

Clown Gerrit aus dem Thüringischen Gera war als einziger westeuropäischer Teilnehmer zu diesem grandiosen Festival eingeladen worden. Sein Auftritt auf der großen Freilichtbühne wurde mit besonderem Beifall bedacht. Als Klinikclown besuchte er außerdem ein Kindersanatorium und das Städtische Krankenhaus, und er leitete ebenfalls einen Meisterkurs für Schauspieler, Clowns und Pantomimen. Ljubow Leschukowa, die Regisseurin des Tjumener Pantomimentheaters ist begeistert: "Wir freuen uns über die große Beteiligung", sagt sie."Die Tjumener sind ein sehr aufgeschlossenes Publikum!" Tausende von Zuschauern verfolgten die Aufführungen, nahmen am Festumzug teil und erfreuten sich an der abendlichen Lasershow und dem Riesenfeuerwerk. Das sibirische Straßentheaterfestival übertraf damit wohl nahezu alle europäischen Erwartungen und hinterließ sicher nicht nur bei den Akteuren den bleibenden Eindruck: "Sibirien ist schön!"

Auch in diesem Jahr (2006) wird es ein Straßentheaterfestival geben. Diesmal ist mit Clown Gerrit auch Clown Helmi aus Erfurt dabei.

Als Klinikclown im Seniorenheim

Als ich neulich wieder einmal als Klinkclown in einem Seniorenheim war und ein bißchen auf meiner Konzertina gespielt hatte, überraschte mich eine alte Dame damit:
"Na, da müssen wir jetzt aber auch tanzen! - Komm mal her," sagte sie zu mir und packte mich an den Händen: "Stell dich mal ordentlich hin!" Dann sang sie: "Wir tanzen alle Polka, wie früher Tante Olga!" - und zeigte mir die Tanzschritte. Ich war sichtlich überrascht: "Na, dich müssmer ja noch festhalten, sonst fällste mir ja um!" berlinerte sie dazu. "Komm wir gehn mal an die Ballettstange!" (das Geländer im Flur) und ich mußte alles nochmal üben.
"Ich bin die Trudimausi," sagte sie und warf das Bein hoch. Beinahe unglaublich!
Übrigens - die Dame war 94 Jahre alt.
Am Ende war ich der Beschenkte (als Clown im Seniorenheim!)
Leider gibt es das viel zu selten.
Denn die meisten der älteren Leutchen sitzen teilnahmslos da. Vielleicht freuen sie sich ein bißchen, manchmal singen sie auch mit...