Samstag, 10. Dezember 2011

Слава Полунин - мастер клоунады

В 2007 году жители Петербурга выбрали самого знаменитого мастера клоунады в мире королем городского карнавала, во время которого Полунин устроил небывалое представление: его костюм, крылья парящих ангелов и даже верблюд – все было украшено лебяжьим пухом. После праздника маэстро разбил на пляже Петропавловской крепости огромный шатер и в течение двух недель дважды в день показывал свое легендарное «сНежное шоу».

Я каждое утро просыпаюсь, смотрю в зеркало и говорю себе: «Надо же, какой ты счастливый человек!» Я всегда нахожу в мире, в людях, в работе удовольствие, поэтому мне легко быть счастливым.

Понять, кем я хочу быть, мне помог Чарли Чаплин. Когда я первый раз увидел, что можно делать в немом кино, каким можно быть пронзительным, трагичным, смешным, как можно все это в себе совмещать, я сразу подумал: «Хочу быть таким, как он».

Время от времени у любого артиста, и у меня тоже, случаются провалы. Они обязательно должны случаться, чтобы тебя встряхивало. Иначе ты начинаешь превращаться в непроницаемую каменную глыбу, в памятник самому себе. Вот недавно я выступал в Шанхае. И вроде все было хорошо: полный зал зрителей, все довольны. Но я не получил никакого удовольствия от своего выступления, поскольку зрители не поняли меня, они хлопали просто потому, что я известный артист. Для меня это провал.

Мне всегда страшно, что меня не поймут. Вот я приезжаю в новый город, везде афиши с десятиэтажный дом. Люди пришли в надежде увидеть что-то нереальное, и тут выходит старый хрыч и начинает что-то там показывать…

Настоящий творец должен уметь вовремя почувствовать, когда делает что-то не то, остановиться, переосмыслить свои идеи и понять, что не так. Иногда я беру паузу дней в десять, сажусь на берегу озера и думаю, куда двигаться дальше.

Я встречал тех, кто считает, что клоунада и перформанс – не искусство. Меня это не раздражает. В любой сфере есть много ограниченных людей. И ждать, что каждый тебя поймет и полюбит, – глупо.

Я давно не отделяю жизнь от искусства. Для меня это одно целое.

Slawa Polunin – ein Meister der Clownerie
Im Jahre 2007 wählten die Einwohner von St. Petersburg den berühmtesten Meister der Clownerie in der Welt zum König des Karnevals, als Polunin der selbst nicht anwesend war – sein Kostüm, und sogar das Kamel, die Flügel der schwebenden Engel, alles war mit Schwanenfedern geschmückt. Nach dem Feiertag wurde am Ufer der Peter-Paul-Festung ein riesiges Zelt aufgeschlagen, wo der Maestro im Laufe zweier Wochen täglich zweimal seine berühmte "SnowShow" aufführte.

Ich wache jeden Morgen auf, sehe in den Spiegel und ich sage mir: "Wirklich, was bist du doch für ein glücklicher Mensch!" Ich habe auf der Welt, mit den Menschen und bei der Arbeit stets Vergnügen, deshalb fällt es mir leicht, glücklich zu sein.

Um zu verstehen, wer ich sein will, half mir Charlie Chaplin. Als ich ihn das erste Mal sah, daß man im Stummfilm so durchdringend, so tragisch und so komisch sein kann, und wie man das alles auf sich vereinen kann, dachte ich sofort: "Ich will so einer sein, wie er."

Von Zeit zu Zeit hat jeder beliebige Künstler, und so auch ich, mal einen Mißerfolg. Das muß auch unbedingt geschehen, damit es dich aufrüttelt. Andernfalls beginnst du, dich in den undurchdringlichen Steinblock, in ein Denkmal zu verwandeln. Ich trat vor kurzem in Shanghai auf. Und tatsächlich lief alles gut: der Saal war voller Zuschauer, alle waren zufrieden. Aber ich hatte keinen Spaß mehr an meiner Vorstellung, da haben die Zuschauer mich nicht verstanden, sie applaudierten einfach, weil ich ein bekannte Künstler bin. Für mich war das ein Mißerfolg.

Es ist immer furchtbar für mich, wenn ich nicht verstanden werde. Da komme ich in eine fremde Stadt, überall hängen die Plakate an den Hochhäusern über zehn Etagen. Die Menschen sind in der Hoffnung gekommen, etwas Unwirkliches zu sehen, und dann kommt so ein alter Knacker und beginnt dort etwas vorzuführen...

Ein wahrer Künstler soll beizeiten verstehen, wenn er etwas nicht so macht, wie er soll, wenn er stehenbleibt, und er soll über seine Ideen nachdenken, wenn etwas nicht so läuft. Manchmal nehme ich mir eine Pause von 10 Tagen, setze mich an das Ufer eines Sees und denke darüber nach, wohin ich mich weiter bewegen will.

Ich bin auch denen schon begegnet, die Clownerie und Performance nicht für eine Kunst hielten. Das stört mich nicht. Auf jedem beliebigen Gebiet gibt es viele beschränkte Menschen. Und zu erwarten, daß jeder dich versteht und liebgewinnen wird, ist einfach dumm.

Ich trenne seit langem nicht mehr das Leben von der Kunst. Für mich das ein Ganzes.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Quo vadis „Clown“ ?

Ein Ausblick auf das ENDE der Clownerie.

Wie in diesem Bild zu sehen ist, befindet sich die „Clownerie“ (oder was man dafür halten mag!) in einer Phase des Niedergangs. Sie ist nicht mehr die unbeschwerte, geistreiche und dabei vergnügliche Unterhaltung wie in ihren besseren Zeiten, und erst recht nicht mehr der ironische oder gar satirische Ausdruck eines irgendwie gearteten, kritischen Zeitgeistes. Kinder haben meist ein sehr sicheres Gefühl für Gut und Böse. Hier ist es so: Der „Clown“ mutiert zum Kinderschreck und die Komödie flacht ab zum inhaltsleeren Geplänkel. Nicht einmal die Kunst vermag mehr eine Vision davon zu vermitteln, wie künftige Generationen miteinander umgehen sollten. Es herrscht Verwirrung. Nicht nur das ist unerträglich! Und es ist so, wie Abraham Lincoln schon sagte:

„Man kann alle Menschen für einige Zeit zum Narren halten und einige Menschen für alle Zeit, aber man kann niemals alle Menschen für alle Zeit zum Narren halten.“ 

Das allerdings ist keinesfalls die „Schuld“ der Narren selber, sondern vielmehr das Ergebnis einer durch und durch morbiden Gesellschaft. Was auch heißt: Nicht nur Politiker, Ökonomen, Psychologen, Moderatoren und andere selbsternannte Experten sind mit ihrem „Latein“ am Ende, sondern auch Künstler, Maler, Theatermacher und – horrible dictu! – Clowns. Wo in aller Welt gibt es noch gute Clowns? Und wo in aller Welt gibt es noch Menschen, denen man das glauben kann, was sie tun? Das Gedächtnis der Menschheit für Lösungen schwindet dahin, und ein Gefühl von Machtlosigkeit breitet sich aus. Sinnvolles Handeln setzt Erkenntnisse voraus. Und die Erkenntnis fällt eben nicht NICHT vom Himmel. Oder sagen wir es einmal anders: Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt, ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt.(MARX) Es ist die erlebte Wirklichkeit, die das Denken prägt. Erst dann setzt das bewußte Handeln ein. Allein die Musiker werden wohl alle Zeiten überdauern...

Montag, 11. Juli 2011

Der Fotograf Andrej Pawlytschew

Ja, das waren noch Zeiten, als die Fotografie darin bestand, ein "durch Licht erzeugtes Bild mit Hilfe einer Kamera auf einer lichtempfindlichen Schicht chemisch festzuhalten und sichtbar zu machen". Das waren Zeiten, als die lichtempfindliche Schicht noch aus einer Gelatine bestand, in der winzig kleine Silber-bromidkristalle gleichmäßig verteilt waren, welche dann in einem chemischen Prozeß auf einem speziellen Fotopapier verewigt wurden, um sie der Nachwelt zu überliefern. Eine Digitalkamera speichert heute mehrere Tausend Fotos auf einem winzigen Chip, was aber das einzelne Bild durchaus nicht wertlos macht. Im Gegenteil. Die Kunst der Fotografie besteht heute vor allem darin, das Wesentliche sichtbar zu machen, sei es in Farbe, Form oder Gestalt. Und das Bild zwingt den Betrachter, innezuhalten und darüber nachzudenken. Und wenn von Tausend Bildern eines nur gelungen ist, so sagt dieses eine eigentlich viel mehr aus, als man mit Worten ausdrücken kann.  
Andrej Pawlytschew ist ein solcher Fotograf, dem es gelingt, sehr bemerkenswerte Momente, amüsante Details und beinahe schon symbolische Konstellationen einzufangen. Fast verträumt beobachtet er den Schatten eines Geländers, eine verbogene Dachrinne oder zwei spielende Kinder, immer jedoch hat er einen fast pathetischen Blick für das Unwiederholbare, das Seltsame, das Schöne. Und das spiegelt sich auch in den Farben seiner Bilder wider, die nicht selten bis ins Bizarre überhöht sind.
Wenn Andrej Landschaften fotografiert, oder wenn Menschen auf seinen Bildern zu sehen sind, immer scheint der Fotograf den Moment für die Ewigkeit festhalten zu wollen.  Die Aufnahmen strahlen eine Ruhe aus, die fast schon wieder beunruhigend ist. Es sind Bilder von einer unbestimmten Sehnsucht, die alles andere als nostalgisch ist; Andrej ist Realist und er hat (ähnlich wie ein Clown) einen fotografischen Instinkt für das scheinbar Nebensächliche, was nun doch auch wieder so bedeutsam erscheint. Die Komik einer Situation werden wir im Bild jedoch vergeblich suchen.

Als 2010 in Tjumen das Festival "Сны Улиц" stattfand, wich Andrej uns kaum von der Seite. Durch den LCD-Monitor seiner Kamera beobachtete er jede Bewegung, jeden interessanten Ablauf des Geschehens. Vielleicht war der Inhalt der Inszenierung auch nicht immer von Bedeutung, Andrej jedenfalls hatte stets seine eigene Interpretation...
Man mag darüber nachdenken, ob hier die Geister über die Clownerie gesiegt haben, oder ob die weisende Hand wie selbstverständlich auf das Naheliegende deutet, was oft so schwer zu erkennen ist. Die gesichtslose Maske mit dem farblosen Gewand scheint beschützend den Arm um den Clown gelegt zu haben, sein erschreckter Gesichtsausdruck deutet aber auf etwas ganz anderes hin. Der Fotograf läßt hier die Frage offen...

Ein guter Clown ist ein Spiegel seiner Zeit...

Wenn man bei "facebook" oder in anderen Netzwerken nachschaut, wird man eine Unmenge eigenartiger Gestalten mit bunt geschminkten Gesichtern vorfinden, die sich als "Clowns" bezeichnen. Wir finden diesen Begriff in allen Sprachen der Welt:

Clown مهرج Payasos Клоун Pallasso Klaun Klovn دلقک Klaŭno Badut Pagliaccio ליצן Bohóc കോമാളി Palhaço Klovni Palyaço



Doch was ist das eigentlich: ein Clown?  

Die Geschichte verweist uns auf zahlreiche Beispiele künstlerischer Einmaligkeiten, auf Darbietungen und Charaktere von unwiderstehlicher Komik und Ausstrahlung, die vom Publikum belacht und schließlich sogar verehrt wurden. Unvergänglich sind Namen wie Grimaldi, Debureau, Chaplin, Karandasch, Grock, Nikulin, Marceau, Popow und Polunin. Nicht immer waren es die buntbemalten Gesichter und die vielfarbigen Kostüme, von denen die größte Wirkung ausging. Es waren vielmehr diejenigen Akteure mit einem tiefen Verständnis für die Schönheiten und die Tücken ihrer Zeit, in welcher sie lebten. Sie vermittelten den Zuschauern das Gefühl, verstanden worden zu sein, was diese sogleich mit einem vielstimmigen Lachen quittierten. Ein Clown ohne Publikum ist nicht vorstellbar, wohl aber eine Wiese ohne Blumen. In dem Buch "Clown und Zeit" schreibt N.M.Rumjanzewa:

...geniale Clowns, die einer ganzen Zuschauergenera­tion als Symbol für die Clownkunst dienen könnten, gab es immer nur wenige. Ein Clown bietet keine neuen Ideen an, entdeckt keine Wahrheiten, aber seine Worte, ja sogar seine unausgesprochenen Gedanken versteht jeder. Und jedem von uns ähnelt er... Bei ihm versteht man alles. Nur eines nicht: Worin liegt nun eigentlich das Geheimnis seines Erfolges? Worin liegt das Geheimnis seiner Figur? Denn so ein Geheimnis gibt es. Die Zuschauer machen sich darüber natürlich keine Gedanken. Sie kommen in den Zirkus, um zu lachen und zu staunen. Auch die Kunstwissenschaftler haben sich lange keine Gedanken darüber gemacht. Auf den ersten Blick mag es seltsam anmuten, daß es Aufzeichnungen über die Arbeit von Clowns erst seit etwa hundertfünfzig Jahren gibt, nachdem die stationären Zirkusse eröffnet wurden. Hat denn die Kunst der Clowns wirklich erst im vergangenen Jahrhundert ernsthaftes Interesse ausgelöst?

Gute Clowns sind doch überdurchschnittliche. Schauspieler und waren immer beliebt. Clowns und Spaßmacher werden in Berichten über wichtige historische Ereignisse unter­schiedlicher Epochen, in Chroniken und Memoiren erwähnt, und sie scheinen auch gar nicht eine so einfache Rolle gespielt zu haben, wie wir uns das heute bequemerweise vorstellen möchten, das heißt so, als hätten sie die Würdenträger und Herrscher nur unter­halten. Es sind Fälle bekannt, in denen sich Monarchen mit ihren Hofnarren berieten und auf deren Intuition, Geist und Aufrichtig­keit ohne weiteres vertrauten. Dazu zwei aufschlußreiche Anekdo­ten: Als der neunjährige französische König Ludwig XIII. den Thron bestieg, meinte Kardinal Richelieu, nun brauche der junge König noch einen neuen Hofnarren, da er sich sonst in den Staats­geschäften schlecht zurechtfinden würde. Und Ludwig IX. ver­schob den Kreuzzug nach Ägypten um mehrere Stunden, da sich sein Hofnarr verspätete. »Wenn sich mein Hofnarr verspätet, be­deutet dies, daß die Zeit zum Aufbruch noch nicht gekommen ist«, erklärte er.
 

Zufällige Fakten, Kuriositäten und Launen der Großen dieser Welt? Aber ähnliche Fakten wiederholten sich allzu oft, um nur Zufälle sein zu können. Übrigens erzählt eine weitere Legende, als Ludwig XIV., der Sonnenkönig, ausrief: »Der Staat bin ich«, hätte sein Hofnarr schallend losgelacht, sich am anderen Tage ein kleines Häuschen gezimmert, eine Papiersonne über den Kopf gehängt und habe dann das Häuschen mit Füßen getreten. Der Staat bin ich, also tue ich, was ich will so legte er die Worte des Königs aus. Ludwig verstand das, lachte und sagte: »Und mein trefflicher Hof­narr ist der Spiegel des Staates.« Damit hatte er eines fast richtig getroffen: 

Ein guter Clown ist ein komischer Spiegel seiner Zeit.

Buch: Natalia Rumjanzewa, Clown und Zeit, Henschelverlag, Berlin 1989, S.7-8.

..Настоящих клоунов ... которые могли бы служить символом искусства клоунады для целого поколения зрителей, всегда мало. Клоун не предлагает новых идей, не открывает истин, и каждое его слово, даже невысказыванная мысль совершенно понятны. И он так похож на каждого из нас... В нём всё понятно. Кроме одного: в чем всё-таки секрет его успеха? В чём тайна маски клоуна? Тайна эта есть. Об этом слишком долго не задумывались искусствоведы. И зрители об этом не задумываются. Они приходят в цирк, чтобы смеяться.

На первый взгляд кажется странным, что записи о работе клоунов, статьи в прессе, имеющие искусствобеческую ценность, появились всего лет сто пятьдесят назад, после открытия стационарных цирков. Неужели только я прошлом веке (зн. в ХIХ. веке, G.J.) искусство клоунов стало взывать серьёзный интерес? Но почему?.. Ведь хорошие клоуны это незаурядные актёры. И клоунов любили всегда. Упоминания о клоунах встречаются в рассказах о важнейших исторических событиях разных эпох, в хрониках, мемуарах. И, похоже, они играли не только для развлечения вельмож и государей. Известны случаи, когда монархи советовались со своими любимцами, вполне доверяя их интуиции, уму и искрености. Любопытный факт: при выступлении девятилетнего французского короля Людовика ХIII. на престол будущий кардинал Ришелье сказал, что надо, чтобы у молодого короля был новый шут, иначе он не будет плохо разбираться в государственных делах. А Людовик IX Святой отложил крестовых поход в Египет на несколько часов из-за опоздани шута. Он сказал, что, если опаздывается его шут, значит, ещё не время выступать.

Случайные факты, мелочи, шутки, наконец, капризы великих мира сего, не так ли? Но такие факты слишком часто повторялись, чтобы относиться к ним только как случайностям. Кстати, ещё одна легенда рассказывает, что, когда Людовик XIV, Король-Солнце, воскликнул: «Государство это я», его шут громко захохотал. На другой день смастерил маленький домик и бумажное солнце. Солнце он повесил у себя над головой, а домик стал поддавать ногами. «Государство это я» значит, что хочу, то я и делаю. Так трактовал он слово короля. Людовик понял, засмеялся и добавил: «А вот мой славный шут это зеркало государства». Клоун это комическое зеркало времени. Так точнее было бы сказать сегодня.

Н.М.Румянцева, Клоун и время, М. "Искусство" 1989, стр.1-2.

Mittwoch, 20. April 2011

Der Zirkus im Wandel der Zeit

Kürzlich erschien in der Zeitung ein Artikel über den eskalierenden Konkurrenzkampf zweier konkurrierender Zirkusfamilien. Das ist ein bedauerlicher Vorfall, zumal es gerade in diesem Beruf auf Hilfe und Verläßlichkeit, auf Kameradschaft und artistische Fairness ankommt.


Soviel ich weiß, ist in den letzten Jahren nicht mehr viel über die gegenseitige Hilfe und kameradschaftliche Zusammenarbeit geschrieben worden, wie sie beispielsweise für den Sowjetischen Staatszirkus, charakteristisch waren. Ältere Artisten, die das noch miterlebt haben, können sehr wohl davon berichten. Da gab es zwar auch mal diesen oder jenen kleinen Streit, aber es gab einfach keine derartig eskalierenden Auseinandersetzungen, wie sie heute unter konkurrierenden Zirkusunternehmen üblich sind. Und dabei ist eine solche Entwicklung für heutige Verhältnisse ganz und gar zwangsläufig. 

"Der Artist", so schreibt Mario Turra, "der bis dato – vergleichbar mit einem Familienhandwerksbetrieb – mit Frau und Kindern in einer klapprigen Marignotte durch die Lande zog, um als Seiltänzergesellschaft – vielleicht noch mit ein oder zwei von ihm ausgebeuteten Eleven sein armseliges Leben zu fristen, wird nun durch durch freie Marktwirtschaft gezwungen, in größeren Gruppen aufzutreten. Er muß gegenüber dem Theater konkurrenzfähig werden, das bereits einige Zeit vorher denselben Schritt getan hatte. Der frühere Prinzipal wird zum Direktor, der sich mit der Zeit  alle Eigenschaften eines kapitalistischen Industrie-Unternehmers aneignet.  
  Ohne diesem Zirkusdirektor nun alle künstlerischen Amitionen abstreiten zu wollen, ist dessen Ziel jedoch, möglichst viel zu verdienen, um seinen Zirkus konkurrenzfähig erhalten zu können, damit er sich und seine Familie gut ernähren und auch noch einen 'Notgroschen' fürs Alter zurücklegen kann. Er braucht also das gutsituierte Bürgertum, das ihm die Kassen füllt. Aber er weist auch den Pfennig des Proleten nicht zurück, denn 'Kleinvieh macht auch Mist'. Das weiß er noch aus der Zeit, in der er mit dem Teller sammeln ging." ¹

Die Gründe für diese gewalttätigen Auseinandersetzungen, die sich kürzlich in Regensburg ereigneten, sind also – und das sei hier zur Ehrenrettung dieses Berufs gesagt – keineswegs in der "Gewaltbereitschaft" der Artisten zu suchen. Sie liegen vielmehr in den sich verschlechternden  Verwertungsbedingungen der artistischen Berufe. Soviel künstlerisches Geschick, und soviel Sensibilität auch erforderlich sein mögen – eine Zusammenarbeit im Sinne kameradschaftlicher Arbeitsbedingungen kann und wird es nur geben, wenn die Menschlichkeit über den privaten Egoismus siegt. Vorerst jedoch ist den Beteiligten zu raten, sich nicht gegenseitig zu bekriegen, sondern gemeinsam etwas gegen die Ursachen dieses Zustandes zu unternehmen, und – wie der Clown sagt: 

EIN  LÄCHELN  HILFT  (nicht)  IMMER !

¹ Mario Turra, Das Lachen des Clowns, Henschelverlag, Berlin, 1972, S.43

Donnerstag, 14. April 2011

Der Clown und sein Publikum

Clown Gerrit in Neuruppin
Es gibt kaum eine Verbindung zwischen Menschen, die unkomplizierter, unmittelbarer und freundlicher wirkt, als ein Lächeln. Der professionelle Clown ist ein Meister dieses Fachs. Er ist ein Brückenbauer.  Mit der Sprache der Pantomime  bringt er Menschen miteinander in Kontakt. Ein Blickkontakt, ein Wink, und eine Lächeln huscht über's Gesicht wer könnte dem widerstehen...

Der Clown geht auf das Publikum zu, ob alt oder jung er bezieht die Menschen ein in sein wortloses Spiel. Mit seinem großen Koffer ist Clown Gerrit nicht zu übersehen. Er trägt ihn mit Leichtigkeit. Mühelos schlüpft er in verschiedne Rollen den Spaziergänger, den Zahnarzt, den Kellner und den Beamten, den Lehrer oder den Touristen.  (...)  Und es sind nicht nur die großen, weltbewegenden Dinge, welche Menschen miteinander verbinden oft sind es auch schon kleine Gesten. Es ist die Achtsamkeit, die Hilfe und die Freundlichkeit, um Vorurteile und Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen und eben jene Brücken zu bauen, über die man sicher gehen kann.

Dienstag, 12. April 2011

Die Erinnerungen eines Clowns

Nicht selten haben Clowns etwas aufgeschrieben über ihre Erlebnisse, Erfahrungen, über ihre Sicht auf die Dinge dieser Welt. Die Erinnerungen eines Clowns sind immer von besonderem Interesse, einmal weil der Clown auf seine Weise eine bestimmte Lebensphilosophie verkörpert, zum anderen weil das Publikum gerne wissen möchte, wer hinter dieser Maske steckt: Ist er ein lebenslustiger, ist er ein trauriger Mensch? Woher nimmt er seinen Humor? Oder ist er doch eine Art  Lebenskünstler? 

Was ist der Clown für ein Mensch?

Sicher gibt es heute eine Unmenge falscher Vorstellungen über diesen Beruf, es gibt Klischees, die niemals zutreffen, die sich aber dennoch hartnäckig halten. Und es gibt Verzerrungen und Abarten, die dem Image des Clowns alles andere als zuträglich sind. Man könnte den Clown aufgrund seiner gespielten Naivität für naiv, für einfältig halten. Doch das ist glaube ich eine Unterschätzung. Das Staunen des Clowns vermag scheinbar Selbstverständliches in Zweifel zu ziehen, es hinterfragt  und stellt einige "unumstößliche Gewißheiten" erneut auf den Prüfstand der Vernunft  Ist der Clown nun ein "Querdenker", der abweicht vom "Mainstream"? Nun der Clown wundert sich, und er provoziert damit Heiterkeit. Das so erzeugte Lachen ist gewissermaßen ein Abschied von den falschen Verhaltensweisen der Vergangenheit.  Ganz ähnlich geht es mit der Parodie. Das Schöne daran ist sie ist sehr leicht verständlich. Man lacht und nimmt nicht übel. Also muß der Clown wohl klüger sein, als er sich gibt? Zweifellos! Die Satire bietet viele Möglichkeiten der Erkenntnis. So ist der Clown ein Kritiker, einer, der sich selbst nicht so ernst nimmt, der seine Fehler korrigiert, oder auch nicht. Doch das Publikum versteht es und lacht darüber. Der Clown selbst ist eine Kunstfigur. Doch ohne den Menschen, der dahinter steckt, der seine Lebensfreude und seinen Spaß in diesen Beruf mit einbringt, wäre Clownerie nicht denkbar und wohl auch nicht machbar. 
 
Über eine Abart des Komischen

Eine etwas andere Art von Komik ist die, welche Unaufrichtigkeit und Falschheit ins Lächerliche zieht. Eine solche Rolle ist wohl eher dem Hofnarren zugedacht, der eine gewisse Freiheit besaß, seiner Obrigkeit den Spiegel vorzuhalten. Nicht selten haben kluge Despoten sich Narren zum Berater auserkoren. Der Narr lacht über etwas, was eigentlich abgeschafft werden sollte, und er erntet – ob seiner Ehrlichkeit dafür mitunter sogar die Zustimmung des Hofstaats. Da wird belächelt statt verurteilt, verharmlost statt bekämpft. Und die Sache ist vergessen! Diese Art von Komik ist recht weit verbreitet, denn sie lenkt ab vom Wesentlichen, spielt Gefahren herunter und führt das Publikum in die verkehrte Richtung. Sie führt zum Spaß, anstatt zur Einsicht. So kann der Hofnarr über eigentlich verwerfliche Zustände und über unmenschliche Verhaltensweisen locker herziehen und das Publikum zum Lachen bringen. Er spielt eine etwas zwiespältige Rolle, fürwahr! Hält er jedoch die Obrigkeit zum Narren, verliert er seinen Kopf. Von nicht weniger unguter Art ist auch das Lachen über menschliche Gebrechen. Beides hat mit Clownerie nicht viel zu tun. 

Der Schatten des Clowns

Doch was wäre ein Clown ohne einen Partner. In der Nachbemerkung zum Buch von Max Embden "Im Schatten eines Clowns" schreibt Gisela Winkler:

Erinnerungen eines langjährigen Partners des großen Clowns Grock sind in doppelter Hinsicht reizvoll: Sie ver­mitteln in Anekdoten und gedanklicher Auseinandersetzung ein Bild dieses Künstlers und einen Eindruck von der Zu­sammenarbeit mit ihm. Aber ein zweiter Aspekt erwächst aus dem Vergleich mit Grocks Memoiren, die er in mehreren Fassungen veröffentlichte (1930 unter dem Titel »Grock, ich lebe gern!«, 1951 »Ein Leben als Clown« und 1956 »Nit mö-ö-ö-glich«). In diesen Memoiren geht Grock kaum einmal auf das Problem der Partnerschaft ein, er erwähnt höchstens einmal, wenn er den Partner gewechselt hat. Aus seiner Sicht ist nur die Brauchbarkeit des Mitspielers interessant, dessen eigene Entwicklung scheint für Grock unwichtig. Diese gewisse Ichbezogenheit äußert sich auch in vielen Wider­sprüchen zwischen seinen Memoiren und den Erinnerungen Max Van Embdens.¹

Mit dieser Thematik befaßt sich auch Adam Kuckoff ² in seinem im Jahre 1931 erschienenen Buch "Scherry". Und er kommt dabei zu dem Ergebnis, daß eine gleichberechtigte schöpferische Zusammenarbeit der beiden Künstler nicht möglich sei. Kuckoff ging es dabei weniger um den realen Bezug zu Clown Grock, als vielmehr um die Stellung und die Schaffensproblematik des Clowns an sich unter den Bedingungen der spätbürgerlichen Gesellschaft. So gab Scherry schließlich seine Arbeit auf und zog sich von der Bühne zurück. Eine Konsequenz, die eindeutig den Arbeitsbedingungen und den gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet ist...

Quellenangabe:
¹ Gisela Winkler, Nachbemerkung, in: Max von Emden, 
   Im Schatten eines Clowns, Henschelverlag Berlin, S.106.
³ Gisela Winkler, a.a.O., S. 107.

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Am Mühl 2
07381 Pößneck 
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Montag, 14. März 2011

Der Spielleiter

Für jede Theaterinszenierung, jede Zirkusvorstellung gibt es einen, der Regie führt, der den Darstellern ihre jeweilige Rolle zuweist und dem ganzen Stück Stil und Ausdruck verleiht. So gesehen ist er der wichtigste Mann. Er tritt aber selbst (im Gegensatz zum Dirigenten) während der Auführung nicht in Erscheinung. Je genauer die Vorbereitung, der Programmablauf konzipiert und einstudiert ist, desto sicherer, lockerer und ausdrucksstärker  ist die Vorstellung, desto größer ist der Erfolg der Akteure.  Das merke ich bei jedem Zirkusprojekt, das ich mit Kindern im Grundschulalter durchführe: ...desto größer ist am Ende der Spaß! Ohne strenge Disziplin ist das allerdings nicht möglich. Aber auch während der Proben kommt der Spaß nie zu kurz. Alexander Tairow beschreibt es so:

Die Theaterkunst ist eine Kunst der Handlung.
Sie wird auf der Bühne durch den Handelnden, durch den Schauspieler verwirklicht, der sich mithin als der einzige und unumschränkte Träger der Theater­kunst erweist.
Welche Rolle fällt nun in diesem Falle dem Spiel­leiter, dem Regisseur zu? Worin bestehen seine Funk­tionen? Worauf beruht seine Notwendigkeit?
Die Theaterkunst ist eine Kollektivkunst.
Die szenische Handlung ist das Resultat der in ihrem Verlauf heranreifenden Kollisionen, das Resultat der zwischen den einzelnen Handelnden oder zwischen Gruppen von ihnen stattfindenden Wechselbeziehungen und Zusammenstöße.
Damit diese Zusammenstöße keinen zufälligen Cha­rakter tragen, damit die szenische Handlung gesetz­mäßig und nicht chaotisch ablaufe, damit sie sich nicht in einander widersprechende, sondern in harmonisch aufeinander abgestimmte Formen ergieße und im End­resultat als ein einheitliches Theaterkunstwerk in Er­scheinung treten, ist augenscheinlich ein Jemand nötig, der dieses Resultat schöpferisch anstrebend die ent­stehenden Kollisionen reguliert und ihnen ihre Rich­tung weist, indem er sie mildert, verstärkt, aufhebt und neu erschafft, um die ganze Handlung zu harmonischer Vollendung zu führen.
Dieser  Jemand  ist der Spielleiter.
Insofern das Theater ein Produkt kollektiven Schaffens ist, insofern braucht es auch einen Spielleiter, des­sen organische Aufgabe darin besteht, das Schaffen der einzelnen Individualitäten zu koordinieren und so eine endliche Harmonisierung zu erreichen.
So war es, so ist es, so wird es sein.
Unter den verschiedensten Masken, unter den ver­schiedensten Benennungen hat es beim Theater stets einen Spielleiter gegeben und wird es ihn auch in alle Zukunft geben, denn sein Dasein wird vom Wesen der Theaterkunst als einer Handlungskunst und eines kol­lektiven Schaffens erfordert.
Der Spielleiter ist der Steuermann des Theaters: Er führt das Schiff der Vorstellung, weicht Sandbänken und Riffen aus, überwindet plötzlich auftauchende Hin­dernisse, kämpft mit Winden und Gegenwinden, läßt die Segel aufsetzen und wieder einziehen und steuert die Vorstellung ihrem vorgesetzten schöpferischen Ziele zu.
Insofern der Spielleiter der Steuermann des Theaters ist, insofern beschränkt er auch zweifellos mehr oder minder die Freiheit aller einzelnen Handelnden.

Quelle:
Alexander Tairow: Das entfesselte Theater, Aufzeichnungen eiens Regisseurs, 1980, Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig und Weimar, S.90.

Dienstag, 22. Februar 2011

Ansichten über Leben und Sterben

Das Lachen ist im Grunde immer ein Ausdruck der inneren Lebensfreude. Es gehört zum Leben wie die Traurigkeit, wie auch das Weinen. Ohne diese Lebensfreude, ohne Humor fällt das Lachen eben schwer. Aber auch das Leben. Mitunter werden Clowns vor eigenwillige Herausforderungen gestellt, die aber sehr wohl auch mit der Lebenseinstellung zu tun haben, die eine eigene, möglicherweise auch eine ganz ungewöhnliche  Sichtweise herausfordern. Bekanntlich stehen die sogenannten Klinikclowns vor der schwierigen aber doch selbstgewählten Aufgabe, schwerkranke Kinder in Krankenhäusern zu betreuen. Das trifft in ähnlicher Weise auch zu für Clowns, die Patienten am Krankenbett u.a. in Onkologiestationen oder Hospizhäusern besuchen. Eine Aufgabe, die sehr viel Feingefühl erfordert. Sie erfordert Achtsamkeit im Umgang mit anderen.

Ist es nun gewagt, als Clown auch über das Sterben nachzudenken? Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, bei einem Hospizverein einen Vortrag zu halten zum Thema "Sterben und Humor". Hier sind sie nun...

 Meine Ansichten eines Clowns

Über Leben und Sterben

Beides sind zwei Seiten des menschlichen Daseins, und sie sind allgegenwärtig. Auch wenn letzteres uns nur selten oder in außergewöhnlichen Situationen zu Bewußtsein dringt: Wenn ein Mensch stirbt, so vollendet sich sein Leben. Das ist oft genug schmerzlich für ihn und seine Angehörigen, für seine Freunde und Bekannten. Denn nicht selten bleiben unerfüllte Wünsche und Hoffnungen zurück, die der Betreffende nicht mehr realisieren konnte. Doch finden auch sie auf irgendeine Weise ihre Fortsetzung – das Leben, sein Werk und sein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Menschheit setzt sich fort. Und was uns bleibt, sind die Erinnerungen an sein Wirken, sein Nachlaß und sein Vermächtnis, welches zu erfüllen und einzulösen uns aufgetragen ist.

Spinoza sagte einst: „Der freie Mensch denkt über nichts weniger als über den Tod, und seine Weisheit ist nicht ein Nachdenken über den Tod, sondern über das Leben.“

Als Clown habe ich den Anspruch, Lebensfreude und Humor zu vermitteln – kurz: das Publikum auf sinnvolle Weise zum Lachen zu bringen. Daß natürlich auch Sterbende auf irgendeine Weise noch mit dem Humor des Lebens verbunden sind, beweist die verantwortungsvolle Arbeit der Klinikclowns auf Kinderkrebsstationen. Und eines ist klar: das betrifft bei weitem nicht nur Kinder, sondern mehr noch die Erwachsenen; es betrifft nicht nur die Sterbenden, sondern nachhaltig vor allem auch deren Angehörige, Eltern und Geschwister, welche natürlich unter dem Dahinscheiden eines geliebten Menschen leiden. So ist in der Tat das Leben die entscheidende Seite jener Medaille, und es hat wenig Zweck, über Versäumtes nachzudenken, wenn man daraus nicht die Konsequenz zöge, es selbst fortan besser zu machen als vielleicht jener, dem diese Chance nicht mehr vergönnt war. Die Nähe des Todes ist so immer auch Anlaß zum Nachdenken über den eigentlichen Sinn des Lebens, den Sinn des eigenen Lebens, selbst wenn für viele Menschen die Gewißheit, einmal sterben zu müssen, fernab und unvorstellbar ist.

So bliebe zu fragen, welche Art von Heiterkeit denn nun angebracht wäre, angesichts des bevorstehenden oder eingetretenen Todes einer nahestehenden Person. Ist sie es überhaupt oder soll man sich ganz der Trauer über den unersetzlichen Verlust hingeben? Mir scheint, Weisheit ist es wohl nicht, den Tod eines Menschen in eine eigene Endzeitstimmung umzumünzen und so den eigenen Schmerz in einen noch allgemeineren Weltschmerz zu steigern, da das die Not eher noch vergrößert. 

Was aber nun ist die Philosophie des Clowns?

Das „Lachen unter Tränen“ bleibt dem Bajazzo vorbehalten, der nur schwer seine wesenhafte innere Traurigkeit zu verbergen vermag. Der Clown hingegen lacht aus Freude, er lacht über seine eigene Ungeschicklichkeit oder über die anderer, er lacht über unerwartete, überraschende Einsichten, und – er bringt vor allem andere zum Lachen. Daß dies einer tiefen Lebensfreude entspringt, ist nur zu logisch, denn Pessimismus oder gar eine fatalistische Einstellung entzögen ihn sehr bald der Gunst seines Publikums.  (G.J.)


Literaturempfehlung:
Kay Blumenthal-Barby, Wenn ein Mensch stirbt, Ausgewählte Aspekte perimortaler Medizin, VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin (DDR), 1986