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Samstag, 12. Juni 2010

Slawa Polunin - 60. Geburtstag













Slawa Polunin ist der wohl bedeutendste Clown der Gegenwart.

Moskau, 12.Juni 2010. Einer der lustigsten Menschen unseres Planeten, der verehrte Mime und Volkskünstler Rußlands Wjatscheslaw Polunin, begeht heute seinen 60. Geburtstag.

Im übrigen sagt er selbst, daß er "immer ein glücklicher Mensch" gewesen sei, nachdem er jeden Tag als einen Feiertag zu sehen begann. "Bei mir gibt es wirklich keine so strenge Anpassung an ein Datum," bestätigt der Künstler. "Zum Beispiel, haben wir meinen Geburtstag schon im Februar gefeiert, als wir unsere Vorstellungen in Moskau hatten. Das war ganz bemerkenswert und absolut unvergesslich!"

Polunin liebt seinen Beruf, er hält die Kunst der Mime für die höchste Form des menschlichen Schaffens. Er gesteht, daß das bei ihm bis jetzt noch durch nichts übertroffen worden sei, und daß er zur Vorstellung wie ein Verliebter zum Rendezvous gehe.

Doch Polunin teilte mit, daß er trotzdem eine kleine Auszeit nehmen wird im Kreis der Verwandten und der ihm nahestehenden Menschen. "Der Geburtstag ist natürlich ein Grund zum Feiern", meint der Jubilar.

"Im Juli wird es Veranstaltungen in Paris geben. Und im August-September werde ich noch ein Projekt in Rußland vorstellen. Es heißt: Karawane der Welt 2010."

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У одного из самых веселых людей планеты народного артиста России Вячеслава Полунина сегодня юбилей: прославленному миму исполняется 60 лет.

Впрочем, сам именинник говорит, что он «всегда счастливый человек». И, стало быть, каждый день у него праздник. «Строгой привязки к дате у меня действительно не существует, — подтверждает артист. — К примеру, мой юбилей мы начали отмечать еще в феврале, когда прошли мои спектакли в Москве.

Это было совершенно замечательно и абсолютно незабываемо!». Он обожает свою профессию, лицедейство считает высшей формой человеческого творчества и признается, что «до сих пор еще не наигрался» и бежит на спектакль, «как влюбленный на свидание».

Однако сегодня, как удалось узнать, Полунин все-таки возьмет маленький тайм-аут: побудет в кругу родных и близких людей. «Но юбилей — это, конечно, повод сделать немыслимый праздник, — не унимается именинник. — В июле мы устроим его в Париже. А в августе-сентябре я представлю еще один проект в России. Называется он “Караван мира 2010”.

Подробнее: http://news.mail.ru/society/3958238
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Альбом одного из лучших российских фотографов, многократного лауреата «Серебряной камеры», посвящен клоуну Вячеславу Полунину. На всю книгу ни одного кадра, где бы клоуны улыбались. Снятые на сцене, в зрительном зале, за кулисами, они усталы, печальны, сосредоточены, на черно-белом фото, в контрастном гриме в коридорах театра напоминают шахтеров, возвращающихся из забоя. На других снимках Полунин в желтом балахоне Асисяя припадает в лесу к деревьям, будто хочет напитаться их силой. Смеются на фото лишь зрители — дети и взрослые, — все усыпанные бумажными хлопьями «Снежного шоу».
Газета Ведомости, № 17 (200) 07 мая 2010

Freitag, 26. Februar 2010

Карандаш об успехе клоуна

Хотя я часто шёл в поисках комического наугад, всё же моя стрельба по смешному, то есть по отжившему или отживающему в нашей жизни, нередко приводила к удаче, попадала в цель. Эти более или менее точные попадания давали мне возможность, объязнить трудности, которые встают перед артистом, работашщим в комеддийном жанре, и побуждали глубже теоретически осмыслить вопросы комического.

Частые неудачи нашего цирка в области клоунады оъязняются тем, что, создавая смешное, комики нередко оболабливают его том от жизни, забывают об окружающей действительности, исходят же из жизни, а из абстракного понимания смешного "вообще". Настоящий художник должен непременно наблюдать жизнь, подмечать смешное и достойное в самой жизни.

Изучение жизни и теоретическое осмысление проблемы комического - только на этом пути можно добиться подлинных успехов.

Карандаш - На арене советского цирка, Москва, Издательство "исскуство", 1997 г., стр. 119-120
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Obwohl ich bei der Suche nach dem Komischen häufig auf gut Glück das Treffendste fand, brachte mich nicht selten das Überlebte und Überlebende in unserem Alltag zum Ziel und führte mich zum Erfolg. Diese mehr oder minder genauen Treffer gaben mir dann die Möglichkeit, einmal die Schwierigkeiten zu erklären, die vor dem Künstler stehen, der im komischen Genre arbeitet, und sie regten mich an, die Frage des Komischen tiefer theoretisch zu durchdenken.

Die häufigsten Mißerfolge in unserem Zirkus auf dem Gebiet der Clownerie erklären sich daraus, daß die Komiker sich nicht selten vom Leben absondern, die umgebende Wirklichkeit vergessen, und anstatt von Leben selbst, von einem abstrakten Verständnis des Komischen "an sich" ausgehen. Ein wirklicher Künstler soll das Leben unbedingt beobachten, er soll das Komische und das Würdige im Leben bemerken.

Das Studium des Lebens und das theoretische Verständnis des Komischen - nur auf diesem Weg kann man zu echtem Erfolg gelangen.

Clown Karandasch - In der Arena des sowjetischen Zirkus, Moskau, 1977, S. 119f. ( russ.)

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Eine erzieherische Lektion

In Saratow freundete ich mich besonders mit dem Kinderpublikum an und bekam ein sicheres Gefühl für die hohe erzieherische Verantwortung, die ein Komiker jugendlichen Zuschauern gegenüber trägt.

Eines Tages kamen einige Lehrer der Saratower Mittelschule mit der Bitte zu mir, die Kinder nicht negativ zu beeinflussen und in der Manege nichts zu tun, was die Erziehung erschweren und sich ungünstig auf die Schuldisziplin auswirken könnte. (...)

Mir wurde klar, welche große erzieherische Bedeutung das hat, was wir Kindern in der Zirkusarena zeigen, und wie sehr es auch darauf ankommt, wie etwas dargestellt wird. Ich begriff, daß gerade Komiker und Clowns in ihren Darbietung die Möglichkeit haben, die Interessen der Kinder zu lenken, indem sie jedes ungezogene, schlechte Benehmen deutlich machen und verurteilen, indem sie es so schildern, daß den Kindern verständlich wird, warum man sich nicht so betragen darf.

Karandasch, Melone und Hütchen, in: Das Leben großer Clowns, Henschelverlag Berlin 1972, S. 433
Der Clown Karandasch war der berühmteste sowjetische Clown des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie seine Geschichte in der Moskauer Zeitung:
http://www.mdz-moskau.eu/index.php?date=1048234176

Donnerstag, 30. Juli 2009

Der Denkzettel

von Maxim Gorki

An einem Sonntagabend stand er, die Brust fest an das hölzerne Geländer gepreßt, auf der Galerie des Zirkus und sah bleich vor angespannter Aufmerksamkeit mit verzückten Blicken in die Arena, wo ein grellgekleideter Clown, der Liebling des Publikums, Purzelbäume schlug.
Der schlangenartig gelenkige Körper des Clowns, der in üppige Falten von rosa und gelbem Atlas gehüllt war, flimmerte in den verschiedensten Stellungen auf dem dunklen Hintergrund der Arena; seine Bewegungen waren bald leicht und anmutig, bald häßlich oder komisch; er hüpfte wie ein Ball in die Luft, schoß gewandt einen Purzelbaum, fiel auf den Sand nieder und rollte schnell dahin. Dann sprang der Clown wieder auf die Füße, stand kühn und selbstbewußt da, sah munter ins Publikum und erwartete seinen Beifall.

"Das ist er ... der Clown!" sagte der Mann mit dem Bart und fügte mit breitem Lächeln hinzu: "Ganz genau erkenne ich ihn ... obgleich er jetzt richtig angezogen ist..."
Der Knabe hörte diese Worte und sah den Mann mit der Zigarre, der inmitten der Arena stand und den Leuten in den roten Livreen, die dort beschäftigt waren, Anweisungen gab, scharf an. Das sollte der glänzende, gewandte Clown sein? Enttäuscht schüttelte der Junge den Kopf. Es mißfiel ihm, daß ein so wunderbarer Mensch sich wie ein gewöhnlicher Modeherr kleidete. Wenn er, Mischka, ein Clown wäre, würde er in dem grellen weiten Atlaskostüm mit Goldbesatz und mit der hohen weißen Mütze auf die Straße gehen. Und entschieden unzufrieden mit dieser unliebsamen Verwandlung des Artisten in einen ganz gewöhnlichen Menschen verließ Mischka den Zirkus.

Maxim Gorki, Die Kinder aus Parma, Berlin - DDR 1976, S. 31 ff.

Montag, 20. April 2009

Gedanken des Clowns Nikulin

Юрий Никулин - клоун - писал о своей работе:

Помня своё разочарование в детстве, я стараюсь поддерживать репутацию клоунов и не остаюсь в долгу. Подмигнув или пощекотав живот какому-нибудь малышу, я продолжаю быть клоуном: пусть дети думают, что я всегда смешной. "Весело ли вам бывает, когда вы выступаете в цирке?" Снова и снова я вспоминаю этот вопрос по пути домой. Действительно, а что я испытываю во время спектакля? Пожалуй, больше всего - волнение, озабоченность, удовлетворение, если чувствую, что точно сработал трюк, ощущаю, как хорошо принимают сегодня репризу. Это я испытываю, но веселье. Иногда радуешсья после представления предстоящему отдыху. В цирке нагрузка доходит до сорока представлений в месяц, а в дни школьных каникул и до шестидесяти. В такие дни не до творчества, не до взлетов актёрского мастерства. Напряженная работа, работа на износ, и каждый вечер мы считаем, сколько осталось дней до конца каникул. Ты чувствуешь себя заведённой машиной. До веселя ли тут? "А вам не надоедает делать каждый вечер одно и то же?" Этот вопрос тоже вертелся в голове, пока я шёл домой. Да это тяжело. Иногда даже возникает непреодолимое (и всё-таки я его преодолеваю) желание не идти на работу. Как хорошо, например, пойти в кино или просто почитать, а тут надо в тысячный раз выходить на манеж, бросать под купол бумеранг и произнозить во время фокуса с яблоком ты самую фразу, которая так не понравилась человеку, моему "доброжелателю": Снимаем обыкновенную шляпу с обыкновенной головы".

Любопытно, нежелание работать проходит, как только окажешься в своей гардеробной и окунешься в привычный ритм цирковой жизни. Гримируешься, отдеваешься, готовишь реквизит, а тобой уже овладевает знакомое волнение. Я бы сравнил это с чувством, которое испытывает спортсмен перед прыжком в воду.

Я люблю свою профессию. У меня никогда не возникало сомнения: искусство ли цирк или не искусство?

Публика любит посмеяться. Я твердо верю в то, что смех укрепляет здоровье и продлевает жизнь. Минута смеха - на день больше живёт человек. (Ю.Никулин, Почти серьёзно, М. 2004, Стр.564)


Der sowjetische Clown, Schauspieler und Zirkusdirektor Juri Nikulin schrieb über seine Arbeit:
Wenn ich mal an die Enttäuschungen in meiner Kindheit denke, so will ich versuchen, die Reputation der Clowns hochzuhalten und ihr nichts schuldig zu bleiben. Ich habe mein Innerstes nach allerlei Kleinigkeiten durchsucht und bin wieder Clown - auch wenn Kinder denken, daß man dabei immer nur komisch ist.
"Kommt es Ihnen denn lustig vor, wenn Sie im Zirkus auftreten?" Immer wieder denke ich auf dem Heimweg über diese Frage nach. Was mache ich denn eigentlich während der Vorstellung? Freilich gibt es vieles, was ich empfinde: Aufregung, Besorgnis, aber auch Befriedigung, wenn ich merke, daß ein Trick, den ich genau erarbeitet habe, in der Vorstellung gut gelang. Und das strebe ich auch an - aber nicht: Spaß zu machen. Manchmal freue ich mich nach der Vorstellung auch auf die bevorstehende Erholung.
Bis zu vierzig Zirkusvorstellungen im Monat, und in den Schulferien bis zu sechzig - das ist schon eine Belastung . An solchen Tage kommt man oft nicht zu außergewohnlicher Kreativität, zu Höhenflügen der schauspielerischen Meisterschaft. Es ist eine angespannte Arbeit, Arbeit auf Verschleiß. Und jeden Abend rechnen wir nach, wieviele Tage noch bis zum Ende der Ferien übrigbleiben. Man fühlt sich oft wie eine ferngesteuerte Maschine. Ist das etwa lustig? - "Ist es Ihnen nicht langweilig, jeden den Abend ein und dasselbe zu machen?" Diese Frage ging mir auch oft im Kopf oft herum, während ich nach Hause ging. Ja, es ist schwer! Manchmal entsteht sogar der fast unüberwindliche Wunsch (und trotzdem überwinde ich ihn),
nicht zur Arbeit zu gehen. Wie schön wäre es zum Beispiel, wenn man jetzt einfach ins Kino gehen könnte oder etwas lesen, anstatt zu tausendsten Mal in die Manege hinauszugehen und genau den gleichen Trick vorzuführen.
Diese Unlust zu arbeiten vergeht, sobald man sich in der Garderobe befindet und zum gewohnheitsmäßigen Rhythmus des Zirkuslebens übergeht. Du schneidest ein paar Grimassen, ziehst dich um, bereitest die Requisiten vor, und schon packt dich das bekannte Lampenfieber. Ich vergleiche es oft mit dem Gefühl, das ein Sportler hat, bevor er ins Wasser springt.
... Ich liebe meinen Beruf. Ich hatte noch nie Zweifel daran: Ist der Zirkus nun eine Kunst oder nicht? Das Publikum lacht gerne. Und ich bin fest davon überzeugt, daß Lachen gesund ist und das Leben verlängert. Hat er eine Minute gelacht, so verlängert der Mensch sein Leben um einen Tag! (Juri Nikulin, Beinahe ernsthaft, Moskau 2004, S. 564f., ru.)

Freitag, 19. Dezember 2008

Zirkus in Udmurtien

Natürlich denkt bei Zirkus jeder gleich an Monte Carlo. Aber haben Sie jemals schon vom Zirkus in Udmurtien gehört? In Izhewsk, der Hauptstadt Republik Udmurtien, wurde am 1.September 2003 nach nur dreijähriger Bauzeit ein neues, imposantes Zirkusgebäude eingeweiht. Die Stadt liegt etwa 1.100 km östlich von Moskau entfernt, ist mit 613.300 Einwohnern fast so groß wie Frankfurt/M., hat zwei Universitäten, zwei Akademien, verfügt über zahlreiche Museen und Bibliotheken, und ist die Heimat des großen russischen Komponisten P.I.Tschaikowski.

Zirkus in der Provinz?
Schon immer erfreute sich hierzulande der Zirkus großer Popularität. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtete man in
Izhewsk am ehemaligen Mehlmarkt, dort wo sich heute die Borodin- und die Gorkistraße kreuzen, ein festes Zirkusgebäude. Unter Leitung von Alexander Gawrilowitsch Koromyslow fanden die ersten regelmäßien Zirkusvorstellungen statt. Viele berühmte Künstler aus Wien, Paris und Berlin gastierten in Izhewsk, bis dann der Zirkus Anfang der 20er Jahre durch die Konterrevolution fast völlig zerstört wurde. Doch bereits 1926 konnten im Zirkus wieder Veranstaltungen stattfinden. Und der Zirkus in Udmurtien nahm mit der Gründung der Staatlichen Vereinigung der Musiker, Varieté- und Zirkusarbeiter einen großen Aufschwung. So wurde dann nach den Plänen des Architekten P.M.Popow 1939 ein neues beeindruckendes Zirkusgebäude errichtet, welches aber nach dem Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion nicht mehr fertiggestellt werden konnte. Doch schon nach dem Sieg der Sowjetunion und dem Ende des 2.Weltkrieges traten wieder berühmte Artisten, Clowns, Dresseure und Illusionisten wie I.Bugrimow (1948), Karandasch (1951), J.Durow (1961) und M.Sapaschny (1984) im Izhewsker Zirkus auf. Allein in den Jahren von 1943 bis 1989 zählte man in Ishewsk über 13 Millionen (!) Besucher. Und auch nach dem jetzigen Neubau rissen die Besucherströme nicht ab. Kein Wunder bei Eintrittspreisen von derzeit unter 100 Rubel - das sind für uns weniger als 3 Euro.

Vom 3.-9. März 2009 findet dort nun das 2. Internationale Zirkusfestival statt. Schon das erste Festival hatte international in der Zirkuswelt für großes Aufsehen gesorgt. Es nahmen Artisten aus Holland, Spanien, Kanada, Australien, Großbritannien, der USA Rußland, Korea und China teil. In der Jury saßen u.a. Urs Pilz (Monte Carlo), Antonio Giarola (Italien), M.J.Nikulin (Moskau) und Tony Hopkins (GB). Den Vergleich zu Monte Carlo braucht man also keineswegs zu scheuen.

Dienstag, 18. November 2008

"Прощание" - Слава Полунин



"Прощание" - "Abschied" (Slawa Polunin).
Слава Полунин наверное лучший клоун мира. Мы с ним дружились уже в марте 1985 в Ленинградe. В то время он был руководителем известного театра пантомимы "Линцедей"...

Freitag, 20. Juni 2008

"Прощание" Slawa Polunin


Das ist Slawa Polunin. Meiner Meinung nach der beste, der poetischste Clown unserer Zeit. Eine Szene aus seinem Poem "Snow Show" - ich erinnere mich: Es war im März 1985, als ich Slawa in Leningrad traf...

Dienstag, 10. Juni 2008

Clown und Zeit - Клоун и время

Berühmte Clowns haben Nummern, mit denen sie jahrelang auftreten, und das Publikum kennt sie zwar schon auswendig, lacht aber trotzdem, als sähe es sie zum ersten Mal. Weil es nämlich nicht um den Gag geht und auch nicht einmal um die Handlung, sondern um die assoziative Ladung und Tiefe der besten Nummern. Je umfassender der Assoziationsbereich ist und je tiefer diese Assoziationen die Mentalität der Zeitgenossen berühren, um so länger leben sie. Zuweilen klagen die Zuschauer, im Zirkus würden Clownerien gezeigt, die schon unsere Großeltern gesehen hätten. Häufig sind diese Klagen unberechtigt. Diese Themen, Sujets und Gags scheinen tatsächlich dieselben zu sein, jedoch ihre Wendungen und Charaktere ändern sich, und auch die Themen enthalten andere Informationen. (Rumjanzewa, Clown und Zeit, Bеrlin, 1989, S. 12f.)

У клоунов есть репризы, с которыми они выступают по многу лет. Но публика, знающая их наизусть, тем не менее смеется, как будто видит впервые. Потому что дело не в трюке, который лежит в основе номера, и даже не в сюжете, а в ассоциативной наполненности и глубине лучших клоунад. И чем шире круг ассоциаций, чем глубже они затрагивают психологию современников, тем дольше живут. Иногда зрители сетуют, что в цирке показывают клоунады, которые видели еще наши бабушки. Но часто эти сетования бывают несправедливы. Действительно, темы, сюжеты, трюки как будто те же, однако повороты и характеры этих сюжетов меняются и сами темы наполняются иной информацией. (Румянцева, Клоун и время, М.1989, стр.10)

Donnerstag, 22. Mai 2008

О работе клоуна - Die Arbeit des Clowns

Конечно, очень трудно разработать различные аспекты клонунского образа. Тут нужны творческие решения, основанные на знании действительности: ведь даже самые преувеличенные подробности клоунского образа непременно должны опираться на явления реальной жизни. Эти явления надо узнать, найти, продумать, а потом уже переложить на язык клоунады. Требуется длительня серьёзная работа, чтобы определить все то множество компонентов, которые составляет штрихи клоунской маски. И не огорчайтесь, елси быстро не удастся определить ту или иную деталь. Со временем волсполнится недостающее звено. Надо только не успокаиваться на достигнутом. Но и задерживать выступления комика из-за того, что какой-то штрих ещё не продуман, не следует. Наоборот: в процессе выступлений отшлифуется и выявится многое. (Виктор Ардов, M.1970, S.8)

Natürlich ist es sehr schwer, verschiedene Aspekte in einer Clownsszene
herauszuarbeiten. Hierzu sind kreative Entscheidungen notwendig, die auf der Kenntnis der Realität beruhen: jede noch so überhöhte Einzelheit der Clownsfigur muß auf reale Erscheinungen des Lebens zurückzuführen sein. Diese Erscheinungen muß man erkennen, herausfinden, darüber nachdenken und sie dann in die Sprache der Clownerie übersetzen. Es erfordert ausdauernde und ernsthafte Arbeit, wenn man alle möglichen Komponenten erfassen will, die dann die Charakteristik eines Clowns ausmachen. Und lassen Sie sich nicht verdrießen, wenn sich das eine oder andere Detail noch nicht gleich herstellen läßt. Mit der Zeit findet sich auch das fehlende Puzzleteil. Man darf sich nur nicht mit dem Erreichten zufriedengeben. Denn die Komik ergibt sich oft auch daraus, daß noch nicht jeder Wesenszug bis ins einzelne festgelegt ist. Umgekehrt: während der Auftritte schleift sich vieles ab und vieles klärt sich. (Viktor Ardow)

Mittwoch, 9. Januar 2008

О случае - Über den Zufall

"В моей жизни не раз определяюшую роль играл именно случай. Анализируя прошлое и раздумывая о нем, я прихожу к выводу, что он бывает только у тех, кто ищет, кто хочет, кто ждет появления этого случая и делает все от себя зависящее для того, чтобы исполнить совю мечту, желание." (Юрий Никулин, Почти серьезно... стр. 188)

Übersetzung: "Nicht selten spielte der Zufall in meinem Leben eine gewisse Rolle. Wenn man aber das Vergangene analysiert und darüber nachdenkt, so kommt man zu dem Schluß, daß das nur bei denen so ist, die suchen, die wollen und die darauf warten, daß es einen solchen Zufall gibt, und die alles in ihrer Macht Stehende dafür tun, sich ihren Traum, ihren Wunsch zu erfüllen." (Juri Nikulin - Clown)

Mittwoch, 19. September 2007

О работе клоуна - Die Kritiker

"Зритель - первый и самый главный реценсент нашей работы. Мы внимательно прислуживаемся к реакции зала, стараясь почувствовать, где зрителью скучно, фиксируем ненужные паузы. Словом, все наши репризы, интермедии, клоунады мы всегда окончательно доводим на зрителе. Когда кто-нибудь из публики приходит к нам за кулисы, мы охотно разговариваем с ним и стараем узнать, что понравилось больше, что меньше. И бывает, что один что-то восторженно хвалят, а другие это самое ругают. Один любят лирические, трогательные репризы, другие жаждут животного смеха." (Ю. НИКУЛИН)

Übersetzung: Der Zuschauer ist der erste und der wichtigste Kritiker unserer Arbeit. Wir beobachten aufmerksam die Reaktionen im Zuschauerraum, versuchen uns hineinzuversetzen, wo es dem Publikum langweilig ist und fixieren unnötige Pausen. Kurz gesagt, alle unsere Reprisen, Einlagen, Clownsnummern sind auf den Zuschauer abgestimmt. Und wenn mal jemand aus dem Publikum zu uns hinter die Kulissen kommt, dann unterhalten wir uns auch gerne darüber, was gut und was weniger gut angekommen ist. Dabei kann es schon mal sein, daß der eine begeistert etwas lobt, was ein anderer vielleicht tadelt. Der eine liebt poetische, berührende Reprisen, der andere sehnt sich danach wieder einmal herzhaft zu lachen. (Nikulin)