Mittwoch, 19. August 2009

Der Philosoph

Eines Tages gesellte sich ein Philosoph zu uns. Er kam aus dem Hechtviertel, und war ein armer Teufel. Mit übermäßig großem Kopf, weichlich und rund von Gliederbau, erschien er uns wissend und weise. Immer trug er Bücher in der Tasche, uns unbekannten Inhalts. Seine Rede war dunkel und verworren, obwohl er sich in jedem zweiten Wort auf Logik stützte. Wir hörten ihm gern zu, seine weiche, leise Stimme umhüllte uns und führte uns in unbekannte weltweite Fernen. Er wollte uns zu seinen Jüngern machen, zu "All-All"-Menschen, den Weisen und besonderen des Menschengeschlechts. In langen nächtlichen Spaziergängen über die Loschwitzer Höhen hinaus sprach er herrliche Gedichte Hölderlins und Rilkes. Sie berauschten uns, und träumend schritten wir durch die nächtliche Landschaft. (...)

Allmählich gingen unsere Wege auseinander. Viel später sah ich ihn als dickhintrigen SA-Mann herumlaufen. Das also war seine real gewordene "All-All-Vorstellung" vom besonderen Menschen. Später habe ich noch viele Spielarten von "Idealisten", Anarchisten und sonstigen Weltverbesserern kennengelernt. Viele von ihnen gingen einen ähnlichen Weg und wurden zu Faschisten in der Zeit, da es in Deutschland am finstersten war.

Hans Grundig, Zwischen Karneval und Aschermittwoch - Erinnerungen eines Malers, Dietz Verlag Berlin 1986, S.63 f.

Dienstag, 11. August 2009

Dramaturgie der Pantomime

Как создается сценарий, предложим, начинающим драматургом?
Выписав основу (событийно-действенный ряд), драматург немедленно устремляется в погоню за максимально точным описанием атмосферы будущего зрелища. Ведь атмосфера - это принципиально важно! И вот уже мучительно ищутся слова для выражения того, что потом - в спектакле - не потребует ни единого слова. Драматург пытается найти образы, которые помогли бы читателю хоть немного сделается зрителем уже сейчас, немедленно, в процессе чтения. Он трепетно и скрупулезно описывает словами, как характер его героя выявляется через характер пластики, как в кульминационный момент герой вытягивается, устремляясь вверх, замирает и делает глубокий и медленный вход, подобно могучей птице перед полетом. И уже начинает рождатья, зреть та трепетная атмосфера, которую он, драматург, ясно видит, чувствует, ощущает...

(Илья Рутберг, Пантомима - движение и образ, М. 1981, стр.41)

Wie entsteht ein Drehbuch? Wаs schlagen wir dem künftigen Dramaturgen vor?
Nachdem wir die Grundlagen aufgeschrieben haben, d.h. den Handlungsablauf, beginnt der Dramaturg sofort mit einer möglichst genauen Beschreibung der Atmosphäre des künftigen Schauspiels. Die Atmosphäre ist von außerordentlicher Bedeutung! Es werden in mühevoller Kleinarbeit die passenden Worte für jenen Ausdruck gesucht, der später - in der Vorstellung - unter völligem Verzicht auf Worte dargestellt werden soll. Der Dramaturg versucht, Bilder dafür zu finden, die einem Leser geholfen hätten, sich schon beim Lesen ein wenig wie ein Zuschauer in der Vorstellung zu fühlen. Minutiös beschreibt er mit Worten, wie sich der Charakter seines Helden im Bild darstellt, wie sich der Held zum Höhepunkt der Handlung hin streckt, wie er sich nach oben wendet, innehält und tief und langsam einatmet, ähnlich dem mächtigen Vogel vor dem Flug. Und es beginnt schon, jene scheue Atmosphäre heranzureifen, die er, der Dramaturg, klar sieht, fühlt und empfindet...

(Ilja Rutberg, Pantomime - Bewegung und Darstellung, Moskau, 1981, S.41 russ.)

Sonntag, 9. August 2009

...........Wohin zieht ihr?

Wenn ihr erkennen würdet, wohin ihr geht
Würdet ihr haltmachen.
Wenn Ihr wissen würdet
Was mit Euch geplant ist
Würdet Ihr euch umschauen.

Wißt, daß ihr eure Lage verbessern könnt!

(Brecht)

Donnerstag, 6. August 2009

Том Беллинг - Tom Belling

В цирке Ренца служил артист, американец Том Беллинг. Слу­жил он на амплуа клишника («человек без костей»). Так как но­мер его был очень короткий, то его почти не ставили на про­грамму, и Том исполнял только обязанности униформиста. Был он хорошим товарищем и еще лучшим собутыльником. Так слу­жил он в цирке, не выступая самостоятельно на манеже не­сколько лет. Однажды Ренц обратил на него внимание и поинтересовался его специальностью. Беллинг сказал, что он клишник. Ренц рассмеялся, так как при почти ежедневной выпивке Том приобрел порядочный животик. — Хорошо, — проговорил Ренц, — скажите режиссеру, что­бы поставил вас на программу. Я хочу видеть, как вы будете гнуться. Беллинг растерялся. Пошел в уборную, попытался сделать номер, — ничего не вышло. Дома после спектакля стал трениро­ваться и так натер себе нос, что он стал походить на помидор. Утром во время конной репетиции Ренц заметил его красный нос, решил, что он пьян, позвал режиссера и приказал ему по­ставить Тома Беллинга на следующий день на программу. Беллинг, узнав это, впал в уныние. Днем во время обедя в столовой артисты из сочувствия к нему наперерыв угощали его вином и пивом. Он так наугощался, что уснул тут же в столо­вой. Проснулся перед самым представлением, бросился в цирк. Шел уже первый номер программы. Том побежал в костюмер­ную. В коридоре его увидел Ренц, взял его за шиворот, посмо­трел на него и сказал: «Я иду в места для публики, если через две минуты я не увижу вас в униформе, то завтра вам не придется гнуться; так как я прикажу выбросить вас вон из цирка как щенка». Ренц дал ему подзатыльник, и Беллинг бросился к костю­меру за униформой. Костюмер увидел его красный нос, почув­ствовал, что от него разит, как от винной бочки, и сказал: «Бел­линг, вы же знаете, что по распоряжению дирекции пьяным уни­форма не выдается. Я не хочу из-за вас лишиться места», — и захлопнул окно костюмерной; Беллинг побежал в уборную. Там в глаза ему бросилась чья-то униформа. Он быстро надел ее и побежал вниз. В это время на манеж выносили ковер. Ковер начали уже расстилать. Том хотел помочь товарищам, но так как хмель еще не прошел, то он споткнулся и упал. Он встал растерянно и начал в смущении стряхивать с себя опилки и тут только заметил, что рукава у него болтаются на пол-аршина. Оказалось, что он с перепугу надел на себя специально сшитую униформу артиста геркулеса Папи Бруно. Падение Тома Беллинга, костюм не по росту, взъерошенные волосы, красный нос вызвали комерический хохот публики. Том растерянный уходил за кулисы, а цирк кричал: «Браво, Август!.. Браво?..» Публика решила, что все это проделано нарочно и отнес­лась к Беллингу, как к Иванушке-дурачку. («Август» по-немец­ки соответствует нашему «Иванушке».) ... Судьба Тома Беллинга была решена.(Альперов, На арене старого цирка, 1936, Глава IV, с.89)

Tom Belling jun.
(1873 - 1934)

Im Zirkus Renz war der amerikanische Artist Tom Belling beschäftigt. Er war als Kontorsionist angestellt, als «Mensch ohne Knochen». Da seine Darbietung sehr kurz war, hatte man ihn nicht mit ins Programm genommen und ihm nur die Aufgabe eines Uniformisten übertragen. Doch Belling war ein guter Kollege und ein noch besserer Zechbruder. So blieb er einige Jahre im Zirkus, ohne selbst in der Manege auftreten zu können. Eines Tages jedoch interessierte sich Direktor Renz für ihn und fragte ihn nach seiner Spezialisierung. Belling erwiderte, daß er Kontorsionist sei. Renz lachte, da Belling vom beinahe täglichen Alkoholgenuß ein ansehnliches Bäuchlein bekommen hatte. "Gut," sagte Renz, "sagen Sie dem Regisseur, daß er Sie morgen ins Programm nehmen soll. Ich will sehen, wie Sie sich verbiegen." Das brachte Belling in ziemliche Verlegenheit. Er ging in die Garderobe und versuchte seine Darbietung einzuüben, doch nichts gelang ihm. Zu Hause nach der Vorstellung begann er, zu trainieren und er rieb sich dabei so sehr die Nase, daß sie rot wie eine Tomate wurde. Als Renz am nächsten Morgen während der Reiterprobe Tom Bellings rote Nase sah, nahm er an, daß dieser betrunken sei, und er wies den Regisseur an, Belling wieder aus dem Programm zu nehmen und erst am folgenden Tag einzusetzen. Belling war darüber sehr verunsichert. Doch aus Anteilnahme bewirteten ihn seine Kollegen zum Mittag mit Wein und Bier. Davon war Belling so erschöpft, daß er noch am Tisch einschlief. Erst kurz vor der Vorstellung wachte er auf und eilte zum Zirkus. Die erste Nummer des Programms hatte schon begonnen. Belling rannte in die Garderobe, als Renz ihn erblickte und am Kragen packte: "Ich gehe jetzt auf meinen Platz ins Publikum, und wenn ich Sie nicht in zwei Minuten in Uniform sehe, dann brauchen Sie sich morgen nicht mehr zu verbiegen. Ich werde Sie wie einen Hund aus meinem Zirkus werfen."

Er gab ihm einen Stoß, und daraufhin rannte Belling zum Gewandmeister, um sich eine Uniform zu holen. Dieser sah seine rote Nase und bemerkte, daß er voll wie ein Weinfaß war. Er sagte nur: "Belling, Sie wissen, daß an Betrunkene keine Kostüme ausgegeben werden. Ich will Ihretwegen nicht entlassen werden." Belling rannte daraufhin in die Garderobe. Dort zog er sich irgend jemandes Uniform an und eilte in die Manege, wo man schon begonnen hatte, den Teppich auszurollen. Belling wollte seinen Kollegen noch helfen, doch er stolperte und fiel hin. Verwirrt stand er wieder auf, versuchte sich zu schütteln, wobei er bemerkte, daß die Ärmel halb abgerissen waren. Es war die speziell genähte Uniform des Kraftakrobaten Papa Bruno. Das Hinfallen Bellings, sein viel zu großes Kostüm, die strubbeligen Haare und seine rote Nase riefen beim Publikum ein homerisches Gelächter hervor. Belling ging verwirrt in die Kulissen ab, doch der ganze Zirkus schrie: "Bravo August! Bravo!" - (...) Damit war das Schicksal Tom Bellings entschieden.

(Alperow, In der Arena des alten Zirkus, M. 1936, Kap. IV, S.89 russ.)

Tristan R é m y - Clowns Entrées

Vergeblich wird man eine Sammlung von Clowns-Entrées suchen. Niemand hat sich der Mühe unterzogen, die Personen, die Antworten, die szenischen Spiele und die Lazzi zu notieren, die einer Form des Theaters angehören, die vielleicht einmal verschwinden wird - wie auch der Zirkus selbst, ohne dessen Rahmen sie ihre Daseinsberechtigung verlieren würde.

Mit dem Aussterben der "großen Familien", die von Generation zu Generation Akrobaten, Clowns und Kunstreiter hervorbrachten und die das Können aller ihrer Mitglieder verwendeten und so das Entstehen ganzer Schauspiele sicherten, steht zu befürchten, daß das Clowns-Repertoire allmählich in Vergessenheit gerät. Menschen zum lachen zu bringen ist ein Handwerk mit verschiedenen Techniken. Die Artistenkinder, die seit ihrer frühesten Jugend in Kontakt mit der Familienmannschaft stehen, werden ganz natürlich die bewährtesten Techniken wieder aufnehmen. Sie wissen, "was zieht" und "was die Leute kalt läßt". Viele Clowns, die heute als Amateure in den Zirkus gekommen sind, haben ihr Handwerk vom Zufall und ohne den Geist der Tradition gelernt. Wie sollen sie auch so ohne weiteres die beruflichen Qualitäten ihrer Vorgänger haben können, die von einem Meister ausgebildet waren, der mit dem Instinkt des Stammes die Unterschiede von Gesten, von Posen und Situationen spürte und der es verstand, die Klippen zu vermeiden, die seine Väter schon zu umgehen wußten?

Tristan R é m y (Septmber 1962)

Quelle: Tristan R é m y, Clownnummern, Henschelverlag Berlin 1989, S.64.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Der Denkzettel

von Maxim Gorki

An einem Sonntagabend stand er, die Brust fest an das hölzerne Geländer gepreßt, auf der Galerie des Zirkus und sah bleich vor angespannter Aufmerksamkeit mit verzückten Blicken in die Arena, wo ein grellgekleideter Clown, der Liebling des Publikums, Purzelbäume schlug.
Der schlangenartig gelenkige Körper des Clowns, der in üppige Falten von rosa und gelbem Atlas gehüllt war, flimmerte in den verschiedensten Stellungen auf dem dunklen Hintergrund der Arena; seine Bewegungen waren bald leicht und anmutig, bald häßlich oder komisch; er hüpfte wie ein Ball in die Luft, schoß gewandt einen Purzelbaum, fiel auf den Sand nieder und rollte schnell dahin. Dann sprang der Clown wieder auf die Füße, stand kühn und selbstbewußt da, sah munter ins Publikum und erwartete seinen Beifall.

"Das ist er ... der Clown!" sagte der Mann mit dem Bart und fügte mit breitem Lächeln hinzu: "Ganz genau erkenne ich ihn ... obgleich er jetzt richtig angezogen ist..."
Der Knabe hörte diese Worte und sah den Mann mit der Zigarre, der inmitten der Arena stand und den Leuten in den roten Livreen, die dort beschäftigt waren, Anweisungen gab, scharf an. Das sollte der glänzende, gewandte Clown sein? Enttäuscht schüttelte der Junge den Kopf. Es mißfiel ihm, daß ein so wunderbarer Mensch sich wie ein gewöhnlicher Modeherr kleidete. Wenn er, Mischka, ein Clown wäre, würde er in dem grellen weiten Atlaskostüm mit Goldbesatz und mit der hohen weißen Mütze auf die Straße gehen. Und entschieden unzufrieden mit dieser unliebsamen Verwandlung des Artisten in einen ganz gewöhnlichen Menschen verließ Mischka den Zirkus.

Maxim Gorki, Die Kinder aus Parma, Berlin - DDR 1976, S. 31 ff.

Dienstag, 21. Juli 2009

Aus Protest Klavierkonzert unterbrochen

Polish pianist Krystian Zimerman shocked the audience of LA Walt Disney Concert Hall on Sunday when he stopped mid-show saying that he would no longer perform in a country whose military wants to take over the world.

According to the report on the Los Angeles Times website, Krystian Zimerman was about to play the final piece of the evening – Polish composer Karol Szymanowski’s ‘Variations on a Polish Folk Theme’ – when he suddenly stopped playing and came out with a politicized speech accusing the US of attempting to press the rest of the world with their military policy.

The piano virtuoso made the remark near the end of his performance in LA, which was closing his latest US tour. He proclaimed that he is completely dissatisfied with the US military policy towards his native country and that he does not want to come back to the United States anymore.

“Get your hands off my country,” Mr. Zimerman said, cites the website, referring to the US plans to place an ABM shield in Poland.

After the statement several dozen concertgoers left the hall disappointed and disapproving of the artist’s actions.

“Yes, some people when they hear the word military start marching,” the pianist commented on some of the audience leaving the hall early. He then continued his performance.

He made a similar threat in 2006, stating he would not return until George W. Bush was out of office.

The Associated Press, however, says, referring to the pianist’s manager Mary Pat Buerkle, that his disenchantment with the country goes beyond that.

“I think that there are many contributing factors to that decision, and I don't think it's appropriate to say it's all political,” Buerkle claims.

In recent years Mr. Zimerman had to cancel his performance in the US as the security at New York's John F. Kennedy International Airport destroyed his Steinway grand piano. The instrument became the victim of extra security measures, because the glue used to make the piano was similar to a substance used in some explosives.

Zimerman, 52, is a Polish classical pianist, widely regarded as one of the finest in the world and has been described by allmusic.com as “one of the most sensitive and controversial concert pianists to emerge in the latter half of the 20th century.”

RIA nowosti (28/04/2009)

http://www.rian.ru/world/20090428/169445967.html

Los Angeles (RIAnowosti). Aus Protest gegen die US-Pläne zur Stationierung von Teilen des ABM-Systems in Polen hat der bekannte polnische Klaviervirtuose Christian Zimerman sein Konzert in Los Angeles unterbrochen, schreibt die Zeitung "Los Angeles Times". Der Pianist hatte in der vergangenen Woche mit dem eigenen Steinway-Flügel die USA im Rahmen einer Welttournee besucht. Während seines Konzertes am Sonntagabend in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles unterbrach der Pianist urplötzlich sein Spiel und sagte zum Publikum, dies sei sein letztes Gastspiel in den USA. Zimerman begründete diese Entscheidung mit seiner Ablehnung gegen die US-Militärpolitik, insbesondere gegen den Stützpunkt in Guantanamo und die Pläne Washingtons, Teile des Raketenabwehrsystems in Polen zu stationieren. Der Musiker hatte nie zuvor sein Publikum angesprochen und sich Journalisten gegenüber immer wortkarg gegeben. Nach Zimermans Äußerung verließen mehrere Dutzend Zuhörer aus Protest gegen diese Aktion des Künstlers den Konzertsaal und machten dabei mißbilligende Bemerkungen. "Der Klang des Wortes ‚Militär' läßt manche Menschen marschieren", kommentierte der Musiker den Abzug eines Teils des Publikums und setzte das Konzert fort. Er spielte Karol Szymanowskis "Variationen über ein polnisches Volksthema" und erntete großen Beifall. Zimerman hatte bereits im Jahre 2006 geäußert, er besuche die USA nicht, solange dort George Bush an der Macht bleibe. Im selben Jahr kritisierte der Interpret während seines Gastspiels in Baltimore die US-Führung wegen des Guantanamo-Gefängnisses. Laut Musikkritikern ist die Entscheidung Zimermans auch auf persönliche Gründe zurückzuführen. Nach den Ereignissen vom 11. September in New York war Zimermans Flügel vom Zoll im Kennedy-Flughafen beschlagnahmt und später vernichtet worden.

Samstag, 18. Juli 2009

Эксцентрики - Exzentriker

Трюк - сильное выразительное средство, но он всегда должен органически вытекать из действия, обостряя его и помогая созданию комедийного образа.
Мимы, добиваясь яркости красок, смелости и оригинальности приёмов, прибегают иногда к эсцентрической форме построения пантомимы.
В.И Ленин, живая в Англии, любил, по свидетельству Горького, смотреть выступления эксцентриков. Алексей Максимович приводит высказывание Ленина об эксцентрике:
"Тут есть какое-то сатирическое или скептическое отношение к общепринятному, есть стремление вывернуть его наизнанку, немножко исказить, показать алогизм обычного. Замысловато, а интересно!"
Эксцентрики используют способность зрителей к образному восприятию.

Р.Славский - Искыссвто пантомимы, М. 1962, стр.124

Der Trick ist ein ausdrucksstarkes Mittel, aber er sollte sich immer organisch aus der Handlung ergeben, sie verschärfen, und in komischer Weise unterstützen.
Мimen, welche nach Vielfarbigkeit, Ausdrucksstärke und Originalität ihrer Bilder streben, greifen manchmal zu exzentrischen Formen und Spielmitteln der Pantomime.
Lenin liebte es - nach Aussage Gorkis -, während er in England lebte, sich die Vorstellungen von Exzentrikern anzusehen. Alexej Maximowitsch zitiert einen Ausspruch Lenins über die Exzentriker:
"Hier gibt es so eine satirische oder skeptische Beziehung zum Allgemeingültigen. Es ist das Streben, es auf Unbekanntes hinzuführen, ein bißchen zu verzerren und die vorhandene Unlogik aufzuzeigen. Das ist kompliziert, aber es ist interessant!"
Die Exzentriker verwenden die Fähigkeit der Zuschauer zur bildlichen Wahrnehmung.

R.Slawski - Die Kunst der Pantomime, Moskau, S. 124, russ.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Горкий - Человек (1904)

Но если Человек отравлен ядом Лжи неизлечимо и грустно верит, что на земле нет счастья выше полноты желудка и души, нет наслаждений выше сытости, покоя и мелких жизненных удобств, тогда в плену ликующего чувства печально опускает крылья Мысль и - дремлет, оставляя Человека во власти его сердца.

И, облаку заразному подобна, гнилая Пошлость, подлой Скуки дочь, со всех сторон ползет на Человека, окутывая едкой серой пылью и мозг его, и сердце, и глаза.

Максим Горкий - Человек (1904)

Doch wenn der Mensch, unheilbar mit dem Gift der Lüge vergiftet ist, und traurig glaubt, daß es auf Erden kein höheres Glück gibt, als die Fülle des Magens und der Seele, und keine höheren Genüsse, als die Sattheit der Ruhe und der kleinen lebenswichtigen Bequemlichkeiten, dann senkt er in Gefangenschaft seines jubelnden Gefühls, traurig die Flügel seiner Gedanken und - schlummert, den Menschen in der Macht seines Herzens zurücklassend.

Und, wie eine ansteckende Wolke kriecht eine verfaulte Banalität, die Tochter der schuftigen Langeweile, von allen Seiten auf den Menschen, mit ätzendem grauen Staub sowohl sein Gehirn, als auch das Herz und das Auge einhüllend.


Maxim Gorki - Der Mensch (1904)

Burial of a clown














If the whole world would walk with the feet of a clown,
They'd be walkin' on sunshine, the whole world around.

Their feet would be lighter, than moon light you see,

For where ever they walk, silver prints you'd see.
They would go to places, they never have seen,
To meet all the shut-in's whom they would befriend.
Yes, the feet of a clown are very unique,
'Cause they take them to places, where few others seek.
If each one would walk with the feet of a clown,
All those with heartache would some day be found.

(Don "Homer" Burda) - he passed away September 11, 2008.